Nebenwirkungen von Bällen

Angst – Respekt – Schrecken – Pech

Jeder der sich schon mal mit Bällen beschäftigt hat, wird bestätigen, daß der Ball nicht immer das macht, was wir von ihm wollen. Ok, das machen unsere Kinder auch nicht, aber das sind ja auch Wesen mit einem eigenen Willen. Der Ball an sich liegt ja erstmal nur rum. Erst wenn wir ihn bewegen, entwickelt er ein Eigenleben von dem wir glauben, daß wir es beherrschen und bestimmen können. Da lehren uns die Bälle aber ganz schnell eines besseren. Und die Bilder auf dieser Seite auch…

Stufe 1 – Gerade nochmal Glück gehabt

In dieser Grauzone kann das größte Unglück passieren, allerdings steht einem auch immer noch der Weg zum Ruhm, zur Heldentat offen.

Immer ein Risiko
Bunkerschlag beim Golf

Wer das schon mal gemacht hat, weiß welche Dramen sich abspielen können, nicht umsonst sagt man, daß Golf zur Demut verleite. Was bei den Amateuren zu haarsträubenden Ergebnissen führen kann, ist selbst bei den Profis ein schmaler Grat und sieht bei Gelingen einfach und locker aus. Bei Nichtgelingen kann bei den Amateuren auch schon mal ein Schläger fliegen, der dann näher an der Fahne liegt als der Ball.

Stufe 2 – Nichtbeherrschung

Es muß ja nicht immer gleich zum Äußersten kommen, aber bereits kleine Ausrutscher haben eine große Wirkung.

Ein kleiner Ball verbreitet Angst und Schrecken.
Tennis – das weiße Ballett

Ob die beiden Herren einer streng festgelegten Choreographie folgen oder ob das ganze eher improvisiert wird, ist ja auch egal. Es ist dieser kleine Moment, der wenige Augenblicke zurück liegt, der sie aus der Position „Beherrscher der Lage“ in die Position „Passagier beim Ausweichen von Bällen“ manövriert. Eine kleine gelbe Filzkugel schafft es, daß zwei ausgewachsene Männer einen Tanz zu ihrer Huldigung aufführen.

Stufe 3 – Auge in Auge mit dem Ball

Zum Fokussieren in Ballsportarten gehört auch, daß man den Ball im Blick behält. Nur dann läßt sich so interagieren, wie wir es vorausplanen und wie es für unser gewünschtes Ergebnis vonnöten ist. Diese Erkenntnis ist aber eine des Menschen, sie ist sicherlich keine von Bällen. Dieses passive, in unterschiedlichen Härtegraden geformte meist kreisrunde Spielgerät erlangt im schlimmsten Fall eine Eigendynamik, die sich nicht mehr beherrschen läßt, obwohl wir es gerne, sogar sehr gerne, tun würden.

Baseball
Er hat es kommen sehen…

Es ist der Moment vor dem Einschlag, es tut weh, schon beim bloßen Hinsehen. Wir wollen die nächsten Sekunden nicht sehen, wir wissen was kommt und es ist grausam.

Rugby
Sinnesorgan Nase, steckt sie nicht überall rein!!!

Wer wissen möchte wie Erfolg riecht, der muß eben auch an Dingen riechen, die nicht wie Erfolg riechen. Und ist es da noch verwunderlich, daß bei den vielen Wörtern, die auf dem Ball stehen, das Wort „Herrin“ eingeschrieben ist. Das kann doch kein Zufall sein, da sind doch höhere Mächte im Spiel.

Stufe 4 – der Einschlag

Und dann kommt es doch noch zum Äußersten, wir sehen es kommen, wir wissen nicht nur um die potenzielle Möglichkeit, sondern wir haben es auch schon öfters gesehen oder erlebt oder zumindest erzählt bekommen: Ball trifft Mensch.

Fußball mit Ball
Transformer – was verformt sich eigentlich mehr: Ball oder Gesicht?

Wir sind am Ende, wirklich am Ende angelangt. Geschichten gehen nicht immer gut aus, schon gar nicht Geschichten von Bällen. Und selbst wenn sie eine Moral haben, heißt das noch lange nicht, daß es uns nicht doch einmal oder wieder treffen wird. Eine andere Moral habe ich leider nicht…

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