Bist Du ein Maximizer oder ein Satisficer?

Wie triffst Du Deine Wahl?

Eigentlich jeden Tag müssen wir eine Menge an Entscheidungen fällen. Einigen fällt es leichter, andere quälen sich förmlich bis sie sich dann doch zu einer Entscheidung durchringen und sind dann doch unzufrieden, weil es ja sicherlich doch noch was Besseres, Größeres oder Wertvolleres gegeben hätte. Die Psychologie unterscheidet dabei zwei Typen von Entscheidern: dem Maximizer und dem Satisficer. Die Begriffe gehen auf Herbert A. Simon zurück, aktuell werden sie z.B. von Prof. Dr. Gerd Gigerenzer in seinem Buch „Bauchentscheidungen. Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition“ behandelt.

Wie triffst Du Entscheidungen?
Maximizer vs. Satisficer

 

Fällst Du Entscheidungen wohlüberlegt oder spontan?

Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel: die Speisekarte eines Restaurants. Der Maximizer schaut sie sich gründlich und mehrfach an, er wägt ab, er vergleicht und gewichtet. Bevor er bestellt hat er alle Informationen aus der Speisekarte herausgepreßt. Er kann sie auswendig aufsagen und tut dies dann auch gerne bei der Bestellung. Denn das Gericht wird dann meist auch noch optimiert, d.h. Beilagen geändert, Fragen zur Herstellung oder Produkten eingeflochten, Mengenangaben eingeholt. Dann erst fällt die Entscheidung und hinterlässt beim Maximizer dennoch ein ungutes Gefühl: da wäre doch sicherlich noch mehr gegangen.

Der Satisficer nimmt die Speisekarte, schaut hinein, entdeckt ein Gericht, das ihm gefällt, klappt die Karte zu und bestellt. Er ist glücklich und zufrieden. Weitere Gedanken an seine Wahl verschwendet er nicht.

 

Was hat es für Folgen?

Der Maximizer muß viel Zeit und Aufwand betreiben, um eine Entscheidung zu fällen. Seine perfektionistische Ader lässt ihn dabei immer wieder unzufrieden zurück. Er gilt somit als anfällig für Depressionen, da erständig zweifelt und niemals richtig glücklich ist.

Der Satisficer spart viel Zeit, er ist meist im reinen mit seiner getroffenen Entscheidung, er steht dazu und schließt zügig und zufrieden damit ab.

Grundsätzlich sollte man also mehr Satisficer sein als Maximizer, es spart Zeit und Mühe. Außerdem spart es Ressourcen, ganz nach dem Pareto-Prinzip, daß 80% des Aufwandes zur Realisation eines Projektes mit 20% Zeitaufwand geleistet werden können. Für die Realisation der lezten 20%, die alle Perfektionisten anstreben, bedarf es dann nochmal 80% des Zeitaufwandes. Lohnt sich das immer?

 

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