Wo sind die Superhelden geblieben?

Unsere tapferen Kämpfer machen sich rar

Die Stadt zerfällt in ihre Einzelteile und keiner kümmert sich drum, niemanden interessiert es und wenige nehmen den schleichenden Zerfall als das wahr, was er ist: ätzend und vor allem schleichend. Früher gab es für solche Probleme die Superhelden, die als Einzel-Kämpfer gegen das Unrecht angingen oder in Gruppen als Task-Force im Hypermodus gegen das Böse anstanden. Es waren meist Männer, die lange Strumpfhosen anhatten und eine, hoffen wir mal, frische Unterhose darüber trugen. Das schien niemanden weiter zu stören, so sahen die halt nun mal aus und so traten sie auch ungeniert in der Öffentlichkeit auf. Im Gegensatz zu Robin Hood, der keine Unterhose trug und nicht in der Öffentlichkeit auftrat, sondern im Wald. Da treten ja öfters Männer ohne Unterhosen…na ja, lassen wir das mal. Immerhin trugen die Superhelden ja Masken,  ihre Gesichter waren somit verborgen und eine eventuelle, höchstens partiell auftretende Schamesröte war somit den Blicken aller Umstehender verborgen.

Was sieht man denn noch von ihnen?

Die Bank des Superhelden Superman.
Superhelden Superman Bank

Es gibt also doch noch Spuren von unseren Superhelden. Manche haben sogar eine eigene Bank. Und wenn man genau hinsieht, kann man sehen, daß es schon einiger spezieller Gimmicks bedarf, um diese so unscheinbar aussehende Bank superheldentauglich zu machen. Die Digitalanzeige erscheint im schlicht analogen Modus und teilt uns lakonisch mit, daß Superman genau, und zwar ganz genau 141 mal auf dieser Bank gesessen hat. Daher natürlich auch der Abdruck seines Jerseys auf der Rückenlehne der Bank. Superman ist gewaltig, das wissen wir ja alle, er sitze alleine auf der Bank auf der neben ihm auch niemand weiteres Platz hätte. Die Sitzbank und Rückenlehne sind aus veredeltem Robinienholz, die Standfüße der Bank aus mehrfach gegossenem Stahlbeton. Durch seine Größe oder besser gesagt durch sein Gewicht wird die Fläche vor der Bank dermaßen stark beansprucht, daß es nötig war sie mit speziellem Granit aus den Schweizer Alpen zu pflastern. Links unter der Bank befindet sich auch noch ein WC-to-go, dessen besonders präparierter Glasboden Kryptonitstrahlung im nano-Bereich aus der Umgebungsluft herausfiltern kann. Da kann sich der Dr. Nefario aber eine ganz schön große Scheibe davon abschneiden.

Und sonst noch wer in Sicht?

Was denn, immer noch mehr? Reicht denn ein Superheld nicht aus? Tja, dann schauen wir mal was wir sonst noch haben. Zuallererst mal den hier:

Noch ein Superheld.
Der Blööd-Man

Wer kennt ihn nicht, einer der wenigen Superhelden ohne Maske. Und wahrscheinlich sogar ohne Unterhose, aber das ist hier und jetzt kein Thema. Superkräfte: Schlagringe an den Fingern und nuschelnde Aussprache.Klingt erstmal unspektakulär und genau so bleibt es dann auch. Die Kraft der Langeweile kann tödlich sein, wer wüßte es besser als Blööd-Man.

Außerdem haben wir dann noch für Kinder das Kleine Müll-Schnabeltier, das sich furchtbar aufregen kann, wenn es irgendwo ein Müllproblem von gigantischem Ausmaß gibt:

Der Superheld für Kinder.
Müll-Man Dino

Hier sieht man den Superhelden wie er die Arme zum stummen Protest erhoben gerade aus der Haut fährt. Das HB-Männchen wäre im Angesicht einer solchen Müll-Schlamperei direkt geplatzt und selbst das orange-rote Rhino weiter oben sondert schon einen Pfeilblick in Fluchtrichtung ab. Na hoffentlich steht da keine Studentengruppe ums Eck, die bei der drohenden Nashorn-Stampede zu Klump getreten wird. Was wäre das für ein Rückschlag für die Bildung? Die Superkräfte von unserem Schnabeltier: zwei weiße Punkte. Und wer nicht weiß, was das bedeutet, der kann sich mal ganz schnell schlau machen bei John Rambo und seinem blauen Licht.

So das wars dann auch schon. Viel mehr Superhelden kann ich nicht bieten. Das letzte Bild ist übrigens ein Rebus, ein Bilderrätsel, dessen Auflösung es demnächst gibt.

 

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